In der Rua dos Bacalhoeiros, der Straße der Stockfischhändler, ein paar Schritte hinter der Praça do Comércio, sitzt seit 1930 die Conserveira de Lisboa. Ein Laden, in dem es nichts gibt außer Fischkonserven, gestapelt bis unter die Decke, jede einzeln in bedrucktes Papier gewickelt. Tricana ist die Marke dieses Hauses, seit 1942.
Gefüllt wird nach dem alten portugiesischen Verfahren: Der Fisch kommt roh in die Dose und wird erst darin gegart, zusammen mit Öl oder Sauce. Der Saft bleibt so im Fisch statt im Kochwasser, die Filets bleiben saftig. Von Hand eingelegt wird ohnehin.
Sardinen aus der Fangsaison, Makrelenfilets ohne Haut und Gräten, entsalzter Kabeljau, ganze Thunfischfilets. Dazu ein Dutzend Wege, sie einzulegen: in reinem Olivenöl, mit Knoblauch, Zitrone, Pfeffer oder Oregano, in Tomate, mit Piri-Piri, mit Curry oder in Senfsauce.
Eine Anmerkung für alle, die aufs Etikett schauen: In Olivenöl liegen die Öl-Dosen. Wo Sauce im Spiel ist, bei Tomate und Senf, arbeitet Tricana mit Sonnenblumenöl. Beides steht in der Zutatenliste jedes Produkts.
Am besten öffnen Sie eine Dose so, wie man es in Lissabon tut: aufmachen, auf geröstetes Brot, ein Spritzer Zitrone, ein Glas Vinho Verde dazu. Das Öl bleibt nicht in der Dose zurück, es gehört zum Produkt.